· Von Lara Planet

Dispokredit abbauen: So kommst du aus dem Minus

Dauerhaft im Minus ist teuer, lässt sich aber mit einem Plan lösen. Wie du dir einen Überblick verschaffst, dein Minus stoppst und eine realistische Rate findest.

Dein Konto ist immer im Minus? Das ist teuer, lässt sich aber mit einem Plan lösen. Ein Dispokredit kann kurzfristig finanzielle Engpässe überbrücken. Nutzt du ihn allerdings dauerhaft, wird er schnell zur Belastung.

Good to know: Die Zinsen eines Dispokredits sind variabel und können von deiner Bank jederzeit angepasst werden.

Was ist ein Dispokredit?

Ein Dispokredit, oft auch einfach nur Dispo genannt, gibt dir die Möglichkeit, dein Girokonto bis zu einem bestimmten Betrag zu überziehen.

Hast du also beispielsweise einen Disporahmen von 1.500 €, kannst du dein Konto bis dahin ins Minus nutzen. Für den Betrag, den du tatsächlich nutzt, zahlst du Zinsen.

Was du tun kannst

1. Verschaffe dir einen Überblick über deinen Dispo

Versuche erst einmal genau zu verstehen, wo du stehst. Diese Fragen geben dir eine Orientierung:

  • Wie hoch ist dein Kontostand aktuell?
  • Wie hoch ist dein vereinbarter Disporahmen?
  • Wie hoch ist der Dispozins deiner Bank aktuell?
  • Wie hoch ist dein monatliches Einkommen?
  • Welche weiteren Schulden oder Raten musst du bezahlen?

2. Verhindere, dass dein Dispo noch größer wird

Im nächsten Schritt solltest du versuchen, dein monatliches Minus zumindest nicht weiter wachsen zu lassen.

Notwendige Ausgaben haben dabei immer Priorität. Dazu gehören unter anderem:

  • Miete
  • Strom und Energie
  • Lebensmittel
  • Krankenversicherung
  • notwendige Medikamente

Schau dir danach deine restlichen Ausgaben an: Was könntest du einsparen? Nimm dir zum Beispiel deine Abos vor, überlege, was du monatlich bestellst, und ob viel Take-away dabei ist. Es hilft, einfach mal alles aufzuschreiben.

Tipp: Vermeide es außerdem, das Problem einfach auf einen anderen Kredit zu schieben.

3. Entscheide, wie viel du jeden Monat zurückzahlen kannst

Mit dieser Vorarbeit kannst du jetzt berechnen, welcher Betrag für die Rückzahlung deines Dispos realistisch ist:

Monatliches Einkommen − notwendige Ausgaben − sonstige monatliche Verpflichtungen = grundsätzlich verfügbarer Betrag

Plane unbedingt einen Puffer für unerwartete Ausgaben ein.

Bleiben dir zum Beispiel 150 € übrig, kannst du dir vornehmen, deinen Dispo jeden Monat um diesen Betrag zu reduzieren.

4. Prüfe, ob du deinen Disporahmen reduzieren kannst

Es kann helfen, deinen Disporahmen schrittweise zu senken. Damit verhinderst du, dass du direkt wieder einen Teil des bereits zurückgezahlten Betrags nutzt.

Wichtig: Reduziere den Rahmen nur so weit, dass alle wichtigen Abbuchungen weiterhin ausgeführt werden können.

5. Was tun, wenn du den Dispo nicht alleine abbauen kannst?

Bist du dauerhaft im Minus und bleibt dir kein Geld zur Rückzahlung, solltest du dir deine Gesamtsituation noch einmal anschauen. Dann kann es sinnvoll sein, dir Unterstützung bei einer Schuldnerberatung zu holen.

Dieser Artikel ist eine allgemeine Information und keine Finanz- oder Rechtsberatung. Bei Fragen zu deiner konkreten Situation wende dich an eine Schuldnerberatung.

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